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DrehMoment

Bildschirmaufnahmen, die nach Studio aussehen. Die komplette Anleitung.

DrehMoment nimmt deinen Bildschirm auf und macht daraus ein fertiges Demo-Video: mit ruhigen Kamerafahrten zu deinen Klicks, butterweicher Mausbewegung und einem gerahmten Look vor farbigem Hintergrund. Du nimmst einfach auf und zeigst, was du zeigen willst. Den Rest erledigt die Automatik, und wo sie danebenliegt, greifst du im Editor ein.

1Installation

  1. Das Zip entpacken (Doppelklick).
  2. DrehMoment.app in den Ordner Programme ziehen.
  3. Die App starten. Sie ist von Apple notarisiert und startet ohne Warnhinweise.

Berechtigungen beim ersten Start

Zum Aufnehmen braucht DrehMoment zwei Freigaben von macOS:

2Die erste Aufnahme

Was aufgenommen wird: die vier Quellen

Oben im Hauptfenster wählst du, was DrehMoment aufnimmt:

  1. Quelle wählen und die Bildrate einstellen. 60 Bilder pro Sekunde sind der richtige Standard für flüssige Software-Demos.
  2. Unter Zooms entscheiden, ob die Kamera automatisch zu deinen Klicks fahren soll. Haken raus = das Video zeigt durchgehend das komplette Bild (Rahmen, geglätteter Cursor und Klick-Ringe bleiben). Die App merkt sich deine Wahl, und im Editor kannst du sie pro Video jederzeit umstoßen - die Klickdaten werden immer mit aufgezeichnet.
  3. Festlegen, was mitgeschnitten wird: Systemton (Musik, Signaltöne, Video-Ton des Macs) und Mikrofon (deine Stimme). Beide Spuren werden getrennt gespeichert, du kannst sie später einzeln regeln.
  4. Wenn du selbst im Video erscheinen willst: Haken bei Kamera aufnehmen (Facecam) setzen. Darunter klappt ein gespiegeltes Vorschaubild auf – die Sitzprobe. Rück dich zurecht, prüfe Licht und Kopfhaltung, dann erst starten.
  5. Auf Aufnahme starten klicken. Ein großer Countdown zählt 3 – 2 – 1, dann beginnt die Aufnahme und das DrehMoment-Fenster verschwindet von selbst.
  6. Jetzt einfach arbeiten und zeigen, was du zeigen willst. Klicke bewusst und ohne Hektik: Aus deinen Klicks entstehen später die Kamerafahrten.
  7. Zum Beenden auf Stopp im kleinen schwebenden Bedienfeld unten rechts klicken. Dort läuft auch die Aufnahmezeit mit, und bei aktiver Kamera zeigt ein rundes Live-Selbstbild, ob du noch gut im Bild sitzt. Alternativ sitzt ein rotes ⏺ mit Zeitanzeige in der Menüleiste.

Das Bedienfeld und alle DrehMoment-Fenster sind im fertigen Video unsichtbar. Auch dein Stopp-Klick taucht im Video nicht auf.

Nach dem Stopp öffnet sich automatisch der Editor mit der frischen Aufnahme.

3Der Editor im Überblick

Links siehst du die Vorschau: Sie zeigt jederzeit das fertige Video, so wie es beim Export aussehen wird, samt Rahmen, Hintergrund, Zooms und geglättetem Cursor. Darunter liegen die Abspielknöpfe, die Zeitleiste und die vier Werkzeugzeilen für Trim, Schnitt, Zooms und Verpixeln. Rechts sitzt der Inspector mit allen Reglern, gruppiert in Karten: Kamera, Cursor, Look, Zuschnitt, Ton und Export.

Jede Änderung wird sofort sichtbar und automatisch im Projekt gespeichert. Du kannst den Editor jederzeit schließen und später weitermachen, alles bleibt erhalten. Die Originalaufnahme wird dabei nie verändert.

Abspielen und Navigieren

AktionBedienung
Abspielen / PauseLeertaste oder Play-Knopf
1 Bild vor / zurück→ / ←
1 Sekunde vor / zurückShift+→ / Shift+←
Grob springenZeitleiste mit der Maus ziehen
Rückgängig / WiederholenCmd+Z / Cmd+Shift+Z

Neben den Abspielknöpfen steht die Position auf die Millisekunde genau, samt Bildnummer. So findest du jede Schnittstelle bildgenau.

4Trimmen und Schneiden

Anfang und Ende trimmen

Fahre an die Stelle, an der dein Video beginnen soll, und klicke in der TRIM-Zeile auf Anfang = hier. Für das Ende entsprechend Ende = hier. Beides rastet exakt auf der Bildgrenze ein.

Bereiche aus der Mitte entfernen

Versprecher, Wartezeiten und Umwege verschwinden über die SCHNITT-Zeile: An den Beginn des unerwünschten Bereichs fahren, Von hier klicken, ans Ende fahren, Bis hier klicken. Der Bereich ist markiert und wird beim Export übersprungen, mit lückenlos zusammengefügtem Bild und Ton. Beliebig viele Schnitte sind möglich; Letzten entfernen nimmt den jüngsten zurück.

Die Vorschau spielt geschnittene Bereiche weiterhin ab, damit du sie korrigieren kannst. Die Zeitanzeige markiert sie mit „geschnitten". Erst im exportierten Video sind sie wirklich weg.

5Zooms – die Kamerafahrten

Das Herzstück von DrehMoment. Die Automatik wertet deine Klicks aus und plant daraus ruhige Kamerafahrten: Die Kamera fährt schon los, bevor du klickst, und kommt genau mit dem Klick am Ziel an. Klicks nah beieinander werden zu einer einzigen Fahrt zusammengefasst, weiter entfernte Klicks ergeben einen weichen Schwenk.

In der ZOOMS-Zeile steuerst du das Ergebnis:

Die Zoomstärke regelst du in der Kamera-Karte von 0 bis 100 Prozent. Solange die Automatik aktiv ist, gilt der Regler für alle Zooms. Sobald du Zooms von Hand bearbeitet hast, wirkt er nur noch auf den in der Liste ausgewählten. Das Tempo (Schnell, Normal, Ruhig) bestimmt, wie zügig die Kamera fährt.

6Look, Cursor und Ton

Look

Deine Aufnahme liegt als Karte mit runden Ecken und Schatten auf einem farbigen Verlauf. In der Look-Karte wählst du die Hintergrundfarbe und stellst Rand und Eckenrundung ein. Wer das Video randlos möchte, zieht den Rand einfach auf null.

Zuschnitt

Mit den vier Reglern der Zuschnitt-Karte schneidest du an jeder Seite einen Streifen der Aufnahme ab. Typischer Fall: Du hast den ganzen Browser aufgenommen, willst Tabs, Adresszeile und Lesezeichen aber nicht zeigen. Dann ziehst du Oben so weit auf, bis die Vorschau direkt mit der Webseite beginnt. Die Karte passt sich dem neuen Format an, und Zooms, Cursor und Klickringe rechnen automatisch mit. Klicks im abgeschnittenen Bereich lösen keine Zooms aus, und der Cursor verschwindet dort einfach.

Verpixeln

Für alles, was mitten im Bild liegt, etwa eine E-Mail-Adresse oder Kundennamen, gibt es die VERPIXELN-Zeile. Klicke auf Bereich aufziehen und ziehe mit der Maus ein Rechteck über die Stelle in der Vorschau. Der Bereich wird im gesamten Video verpixelt und klebt dabei fest an der Aufnahme, auch wenn die Kamera hineinzoomt. Du kannst mehrere Bereiche anlegen. Letzten entfernen und Alle entfernen nehmen sie wieder weg, Esc bricht das Aufziehen ab.

Kleine Schrift wird so stark vergröbert, dass sie meist ganz verschwindet. Das ist gewollt: Lesbar ist danach nichts mehr.

Cursor

Der Mauszeiger wird nicht einfach mitgefilmt, sondern nachträglich neu gezeichnet. Die Glättung macht aus zittriger Mausführung eine ruhige Bewegung, wobei jede Klickposition exakt erhalten bleibt. Mit Größe machst du den Cursor auffälliger, was bei Tutorials fast immer eine gute Idee ist. Jeden Klick begleitet ein oranger Ring im Video.

Ton

Systemton und Mikrofon haben getrennte Regler von 0 bis 200 Prozent. Auf 0 ist die Spur stumm, über 100 hebst du eine zu leise Spur an. Die Wirkung hörst du sofort beim Abspielen in der Vorschau.

7Die Facecam

Hast du mit Kamera aufgenommen, liegt dein Bild als runde Bubble mit feinem Rand über dem Video – standardmäßig unten rechts. Sie bleibt fest an ihrem Platz und macht die Kamerafahrten bewusst nicht mit: Dein Gesicht steht ruhig, während die Kamera durchs Bild fährt. Trims und Schnitte gelten automatisch auch für die Facecam, Bild und Ton bleiben synchron.

In der Facecam-Karte im Inspector stellst du ein:

8Export

In der Export-Karte wählst du Auflösung (1080p, 1440p oder 4K) und Format. MP4 ist der Standard und läuft überall; MOV gibt es für Schnittprogramme, die es lieber mögen. Dann auf Video rendern klicken. Der Fortschrittsbalken läuft durch, und am Ende zeigt der Finder die fertige Datei (studio-output.mp4) im Aufnahmeordner.

Ein Richtwert zur Dauer: Ein 1080p-Export ist deutlich schneller fertig als das Video lang ist, ein 4K-Export braucht etwa die Videolänge.

9Wo liegen meine Aufnahmen?

Jede Aufnahme bekommt einen eigenen Ordner unter Filme → DrehMoment, benannt nach Datum und Uhrzeit. Darin liegen die unangetastete Originalaufnahme, deine Bearbeitungs-Einstellungen und nach dem Rendern das fertige Video. Über Aufnahme bearbeiten … im Hauptfenster öffnest du jede frühere Aufnahme erneut im Editor.

Da alle Bearbeitungen nur als Einstellungen gespeichert werden, kannst du jederzeit anders trimmen, Zooms ändern oder in einer anderen Auflösung exportieren. Nichts ist endgültig, außer du löschst den Aufnahmeordner selbst.

10Gut zu wissen

11Testphase, Lizenz und Updates

DrehMoment kannst du 7 Tage lang kostenlos testen – mit allen Funktionen und ohne Angabe von Daten. Danach brauchen neue Aufnahmen eine Lizenz; alles, was du in der Testphase aufgenommen hast, bleibt weiterhin bearbeitbar und exportierbar.

Nach dem Kauf bekommst du deinen Lizenzschlüssel per E-Mail von Digistore24. Eintragen geht in einer halben Minute: unten im DrehMoment-Fenster auf Lizenzschlüssel eingeben … klicken (alternativ im Menü DrehMoment oben links), Schlüssel aus der Mail einfügen, Aktivieren. Eine Lizenz gilt für eine Person auf allen eigenen Macs.

Updates holt sich die App selbst: Gibt es eine neue Version, meldet sie sich beim Start – ein Klick auf „Installieren“, den Rest erledigt sie allein. Von Hand prüfen kannst du jederzeit über das Menü DrehMoment → „Nach Updates suchen …“. Welche Version du gerade hast, zeigt das Menü DrehMoment → „Über DrehMoment“.